Donnerstag, 28.05.2026

Rüsselsheim: 1.108 Einsätze im Jahr 2025 und verstärkte Jugendförderung bei der Feuerwehr

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Die Feuerwehr Rüsselsheim wurde 2025 zu insgesamt 1.108 Einsätzen alarmiert. Für die Einsatztätigkeiten standen 248 Frauen und Männer zur Verfügung. Besonders auffällig waren mehrere Rettungsaktionen aus brennenden Wohnungen, darunter die Bergung von 21 Menschen in der Lenbachstraße und die Rettung von vier Personen bei einem Wohnungsbrand in der Albert Schweitzer Straße.

Einsätze und Bilanz

Feuerwehrleiter Jörg Wintermeyer zog bei der Jahreshauptversammlung eine positive Einsatzbilanz. Er betonte die Leistungsfähigkeit des Zusammenspiels von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräften und würdigte die zahlreichen Rettungseinsätze im Stadtgebiet. Insgesamt dokumentiert die Zahl der Einsätze die Bandbreite der Aufgaben, von Wohnungsbränden bis zu Hilfeleistungen für in Not geratene Personen.

Leitung, Organisation und Übergabe

Oberbürgermeister Patrick Burghardt dankte den Einsatzkräften für ihre Arbeit und hob die Verlässlichkeit der Feuerwehr hervor. Er lobte den Leiter der Feuerwehr, der im September nach 37 Jahren als hauptamtlicher Feuerwehrmann in den Ruhestand geht. Unter dessen Leitung seien die Aufgaben des Zivil und Katastrophenschutzes in einer eigenen Abteilung gebündelt und der Feuerwehr zugeordnet worden. Wintermeyer habe zudem Konzepte zur Kostenreduzierung eingebracht, die Investitionen in Ausstattung und Sicherheit ermöglichen sollen. Als künftigen Nachfolger stellte die Stadt Thorsten Fuchs vor.

Jugend- und Präventionsarbeit

Die Nachwuchsarbeit zeigt Zuwächse: In den vier Jugendfeuerwehren waren 2025 insgesamt 80 Jugendliche aktiv, davon 64 männliche und 16 weibliche Mitglieder. Fünf Jugendliche wechselten in eine aktive Einsatzabteilung. Leonie Schlegel von der Freiwilligen Feuerwehr Haßloch übernahm die Aufgaben der Stadtjugendfeuerwehrwartin und ist die erste junge Frau in dieser Funktion.

Die Mitgliederzahlen in der Kinderfeuerwehr stiegen deutlich von 29 Kinder im Jahr 2024 auf 42 im Jahr 2025. Ein Kind wechselte bereits in die Jugendfeuerwehr. Präventions- und Bildungsangebote richten sich vor allem an Kinder im Kita und Grundschulalter. Für diese Arbeit kommt ein Gerätewagen mit einem Rauchhaus, einem Telefonkoffer und weiteren kindgerechten Materialien zum Einsatz.

Im Berichtsjahr nutzten 30 Einrichtungen das Angebot der Brandschutzerziehung. Darunter waren 18 Kitas, neun Grundschulen und drei weiterführende Schulen. Zudem fanden 32 Wachbesuche von Kitas und Schulen statt. Beim bundesweiten Girls Day und Boys Day nutzten zehn Teilnehmerinnen im Alter von zwölf bis 16 Jahren die Möglichkeit, das Tätigkeitsfeld der hauptamtlichen Kräfte kennenzulernen.

Ausblick

Mit dem geplanten Führungswechsel und den fortgesetzten Investitionen in Ausbildung und Prävention stellt sich die Feuerwehr Rüsselsheim für künftige Herausforderungen auf. Die Zahlen für 2025 zeigen die Belastung des Dienstbetriebs und unterstreichen die Bedeutung von Nachwuchsgewinnung und Brandschutzerziehung für die Sicherheit in der Stadt.

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