Freitag, 06.03.2026

1.000 Euro und ein Holzroboter fördern MINT-Ausbau in Kita Europaviertel

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Am 5. März hat die städtische Kindertagesstätte Europaviertel eine Spende in Höhe von 1.000 Euro erhalten. Die netorium AG stellt das Geld für die qualitative Weiterentwicklung der bestehenden Holz- und Töpferwerkstatt zu einem MINT-Labor zur Verfügung. Zusätzlich übergab das Unternehmen Moravia Consulting einen Cubetto Lernroboter aus Holz, der Kindern ab drei Jahren einen bildschirmfreien Einstieg in Programmierung ermöglicht.

Spende aus Social Media Aktion und Sachspende

Die finanzielle Zuwendung geht auf die LinkedIn-Aktion „We love MINT“ der netorium AG zurück. Über Interaktionen auf dem Firmenkanal wurden 680 Euro gesammelt. Das Unternehmen stockte den Betrag auf 1.000 Euro auf. Moravia Consulting, auf die Aktion über LinkedIn aufmerksam geworden, stellte kurzfristig den Cubetto-Roboter zur Verfügung.

Peter Frantz, Vorstand der netorium AG, sagte, Technologie sei bei dem Unternehmen mehr als ein Beruf. Er betonte, man wolle die Freude an Technik und Entwicklung teilen und Chancen eröffnen. Friederike Herrmann aus dem Marketingteam bezeichnete die Kampagne als Herzenssache, die das Interesse an Naturwissenschaften und Technologien fördere und vielfältig kommunizierbar sei.

MINT-Schwerpunkt und pädagogische Praxis

Die Kita Europaviertel verfolgt seit mehreren Jahren einen MINT-Schwerpunkt. In sieben Gruppen werden 147 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren von 29 Mitarbeitenden betreut. Die pädagogische Arbeit orientiert sich am Freinet-Konzept. Lernen wird an Alltagssituationen angeknüpft: Kinder beobachten, experimentieren, stellen Fragen und entwickeln Lösungen.

Seit 2014 läuft in Kooperation mit Martin Hezel das Projekt „Der Rote Koffer“, das handwerkliche Tätigkeiten mit frühen informatischen Anteilen verbindet. Regelmäßige Projekte wie ein Parkour für die Logo-Maus, selbst gebaute Toniboxen oder Experimente mit Elektronik gehören zum Alltag. Die Einrichtung wurde 2020 erstmals als „Haus, in dem Kinder forschen“ zertifiziert, weitere Zertifizierungen folgten.

Modularer Ausbau und regionale Vernetzung

Die Spende soll in den modularen Ausbau des vorhandenen Werkstattbereichs fließen und das Angebot stärker auf forschendes Lernen ausrichten. Ziel ist, Kindern mehr Möglichkeiten zu geben, naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen eigenständig zu erkunden. Perspektivisch sollen ausgewählte Materialien auch anderen Einrichtungen zur Verfügung stehen.

Die Maßnahme ist Teil der Netzwerkpartnerschaft der Landeshauptstadt Wiesbaden mit der Stiftung Kinder forschen. Seit Januar 2025 ist die Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege Teil des regionalen Netzwerks „Wer? WI? Was? – Kinder forschen in und um Wiesbaden“. Über dieses Netzwerk können pädagogische Fachkräfte Fortbildungen nutzen und Einrichtungen Zertifizierungen erreichen. Nach der Spendenübergabe sollen die nächsten Planungsschritte konkretisiert werden und die neuen Angebote schrittweise in den Kita-Alltag integriert werden.

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