Donnerstag, 22.01.2026

Wiesbaden ehrt Beratungsangebot in Gebärdensprache mit Gesundheitspreis

Empfohlen

Die Stiftung Gesundheitsstadt Wiesbaden hat am 8. Dezember ihr 25 jähriges Bestehen gefeiert und zugleich den Wiesbadener Gesundheitspreis 2025 vergeben. Ausgezeichnet wurde die Hand und Ohr gGmbH für die Einrichtung einer psychosozialen Beratungsstelle für gehörlose und hörbehinderte Menschen in Wiesbaden. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Preis für niedrigschwellige Beratung in Gebärdensprache

Die geförderte Beratungsstelle richtet sich gezielt an Menschen mit Hörbehinderung und bietet Unterstützung in Gebärdensprache. Träger und Stiftung begründeten die Wahl damit, dass das Angebot eine bestehende Versorgungslücke schließe: Kommunikationsbarrieren im Alltag und ein Mangel an psychosozialen Angeboten führten häufig zu Stress, Isolation und erschwertem Zugang zu Hilfsstrukturen.

Gesundheitsdezernentin Milena Löbcke hob in ihrer Rede hervor, dass mit dem Projekt Inklusion praktisch umgesetzt werde. Sie sagte, das Vorhaben zeige, wie moderne psychosoziale Versorgung aussehen könne: zugänglich, bedarfsgerecht und professionell.

Vielfalt der Bewerbungen und Bedeutung für kommunale Gesundheitsversorgung

Für den Wiesbadener Gesundheitspreis lagen zahlreiche Bewerbungen vor. Auftretende Initiativen reichten von digitalen Innovationen über Angebote zur Stärkung der psychischen Gesundheit bis zu Bildungs und Präventionsprojekten für unterschiedliche Zielgruppen. Die Bandbreite der Einreichungen spiegelte nach Angaben der Stiftung die Vielfalt kommunaler Gesundheitsarbeit wider.

Mit der Preisvergabe wolle die Stadt ein Versorgungssystem fördern, das möglichst viele Menschen erreiche. Die Auszeichnung soll laut Stiftung dazu beitragen, anerkannten Projekten Sichtbarkeit zu verschaffen und deren Weiterentwicklung zu unterstützen.

Jubiläum der Stiftung und organisatorischer Hintergrund

Bei der Feier im Rathaus Festsaal standen neben der Preisverleihung die bisherigen Förderprojekte der Stiftung im Mittelpunkt. Oberbürgermeister Gert Uwe Mende gratulierte zum Jubiläum und würdigte 25 Jahre Engagement für Gesundheit in Wiesbaden. Ebenfalls geehrt wurde Reinhard Claus, der von Beginn an Vorsitzender des Stiftungsrats ist.

Die Stiftung Gesundheitsstadt Wiesbaden wurde im Jahr 2000 gegründet und wird treuhänderisch von der städtischen EGW Gesellschaft für ein gesundes Wiesbaden verwaltet. Zweck der Stiftung ist unter anderem die Unterstützung der öffentlichen Gesundheitspflege, präventiver Gesundheitsinitiativen und der Gesundheitswissenschaft in der Landeshauptstadt.

Bei der Scheckübergabe im Festsaal waren nach Angaben der Stiftung unter anderem der Stiftungsratsvorsitzende Reinhard Claus, Oberbürgermeister Gert Uwe Mende, der Preisträger Hans Beilborn von der Hand und Ohr gGmbH, Gesundheitsdezernentin Milena Löbcke, Stiftungsvorständin Angela Tausendpfund und Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Obermayr anwesend.

Quelle anzeigen

Weiterlesen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Aktuelles