Die EU befindet sich auf der Suche nach Möglichkeiten zur Stärkung ihrer digitalen Souveränität, um die Abhängigkeit von US-Techkonzernen wie Microsoft zu verringern. Ein exemplarischer Vorfall am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag verdeutlicht die Risiken, die mit dieser Abhängigkeit einhergehen. Sowohl Behörden als auch Unternehmen in Europa überdenken aktiv ihre Nutzung von Produkten aus den USA und setzen verstärkt auf Open-Source-Alternativen.
In dem besagten Fall kann der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs keine E-Mails mehr empfangen, nachdem US-Präsident Trump Sanktionen gegen das Gericht verhängt hat. Als Reaktion darauf wechselt das Gericht zu deutschen Alternativen wie ZenDis und nutzt Open-Source-Software wie openDesk. Diese Vorkommnisse führen dazu, dass Europaabgeordnete und Behörden in verschiedenen europäischen Ländern Pläne zur Umstellung von US-Produkten auf Open-Source-Alternativen schmieden.
Die Forderung nach erhöhter digitaler Souveränität in der EU und nach Schutz personenbezogener Daten wird lauter. Es zeigen sich verstärkte europäische Initiativen zur Stärkung der technologischen Autonomie und zur Verringerung der Abhängigkeit von US-Techkonzernen.
Insgesamt gewinnt die Diskussion um digitale Souveränität und die Unabhängigkeit von US-Techkonzernen wie Microsoft in der EU an Bedeutung. Die Umstellung auf Open-Source-Alternativen und der Schutz personenbezogener Daten stehen im Mittelpunkt der Bemühungen, da europäische Behörden und Unternehmen die Notwendigkeit erkennen, ihre technologische Autonomie zu stärken.

