Der Eichenprozessionsspinner ist im Rhein-Main-Gebiet zunehmend präsent. Vor rund 20 Jahren wurden die Raupen erstmals an städtischen Eichen in Hofheim entdeckt und seitdem jährlich von Fachleuten entfernt. Die Tiere können durch ihre feinen Brennhaare gesundheitliche Beschwerden bei Menschen auslösen.
Verbreitung und Bekämpfung
Die nachtaktiven Schmetterlingslarven bewegen sich in typischer Kolonnenformation zu ihren Fressplätzen. Bei einem ersten nachgewiesenen Befall in Hofheim griffen spezialisierte Teams in Schutzanzügen ein, um befallene Bäume zu säubern. Seither führen Kommunen im betroffenen Gebiet wiederkehrende Maßnahmen durch, um Eichen auf öffentlichen Flächen zu schützen.
Auf städtischen Grundstücken, etwa Spielplätzen, organisieren die Behörden die Entfernung der Nester. Auf Privatgrundstücken stehen Eigentümer in der Regel in der Verantwortung, bei Verdacht auf Befall Fachfirmen zu konsultieren. Inzwischen bieten mehrere Unternehmen aus dem Garten und Landschaftsbau entsprechende Dienstleistungen an, ebenso Beratungsstellen des Fachverbands Garten, Landschafts- und Sportplatzbau.
Gesundheitliche Folgen durch Brennhaare
Problematisch sind die feinen Brennhaare der Raupen, die leicht abbrechen und vom Wind verbreitet werden können. Kontakt mit der Haut führt häufig zu Rötungen, Schwellungen und starkem Juckreiz. Das Einatmen der Haare kann die Schleimhäute in Mund und Nase reizen und in schweren Fällen Husten bis zu asthmatischen Symptomen auslösen.
Empfehlungen für Anwohner
Experten raten dringend davon ab, befallene Nester selbst zu entfernen. Unfachgemäße Eingriffe erhöhen das Risiko, mit den Brennhaaren in Kontakt zu kommen. Wer unsicher ist, ob eine Eiche befallen ist, sollte professionelle Beratung in Anspruch nehmen. Kommunale Stellen übernehmen die Maßnahmen auf öffentlichen Flächen, private Eigentümer können auf spezialisierte Firmen oder den Fachverband zurückgreifen.
Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners bleibt eine wiederkehrende Aufgabe für Gemeinden und Grundstückseigentümer, weil die Larven in manchen Regionen immer wieder auftreten.
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