Wiesbaden hat die Ladeinfrastruktur in städtischen Parkhäusern weiter ausgebaut. In den vergangenen Monaten wurden im Parkhaus Luisenplatz 20 zusätzliche Ladepunkte installiert, davon 16 Wechselstrom Ladepunkte und vier Schnellladestationen mit Gleichstrom. Die Stadt und die städtische Betreibergesellschaft wollen damit die Nutzung von Elektrofahrzeugen im Alltag fördern.
Neuinstallationen und Bestandszahlen
Im Parkhaus Luisenplatz gingen im März und April 20 neue Ladepunkte in Betrieb. Ein anderes zentrales Angebot befindet sich im Parkhaus Elsässer Platz in der Klarenthaler Straße. Dort sind inzwischen insgesamt 429 Ladepunkte verfügbar, darunter acht Schnellladestationen mit Gleichstrom. Nutzerinnen und Nutzer können dort während des Ladevorgangs 45 Minuten kostenfrei parken.
Die städtische Gesellschaft WiBau betreibt unter der Marke Lilienparken insgesamt fünf Parkhäuser mit 1.870 Stellplätzen. Von diesen Stellplätzen sind derzeit 479 mit Ladepunkten ausgestattet. Laut Angaben der Betreiber wächst damit das Netz öffentlich zugänglicher Ladepunkte in den Wiesbadener Parkhäusern weiter.
Angebote für Nutzerinnen und Nutzer
Im Juni ergänzt eine gemeinsame Aktion mit dem regionalen Energieversorger ESWE das Angebot. Im gesamten Juni können Kundinnen und Kunden in allen Lilienparken Parkhäusern für 0,29 Euro pro Kilowattstunde laden. Der Tarif gilt bei Bezahlung über die ESWE Lade App oder per QR Code.
Stadtstrategie und Perspektive
Die Verantwortlichen sehen den Ausbau der Ladeinfrastruktur als Teil der lokalen Verkehrswende. Andreas Kowol, Dezernent für Bauen und Verkehr der Landeshauptstadt Wiesbaden und Aufsichtsratsvorsitzender der WiBau, erklärte, dass wohnortnahe und niedrigschwellige Ladeangebote vor allem für Menschen wichtig sind, die zuhause keine eigene Lademöglichkeit haben, sowie für Besucherinnen und Besucher der Stadt. Parkhäuser entwickelten sich so zunehmend zu wichtigen Mobilitätsstandorten.
Die WiBau beschreibt ihre Rolle darin, die Lilienparken Parkhäuser zu multifunktionalen Mobilitätsstandorten weiterzuentwickeln. Neben klassischen Parkangeboten gewinnen Ladeinfrastruktur und ergänzende Mobilitätsservices demnach an Bedeutung.
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